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Durch das Errichten einer Schleuse vom Haupteingang des Linzer Hauptbahnhofes bis zu den Aufgängen der Bahnsteige wird ein nichtkommerzieller, freier öffentlicher Bahnhofsraum installiert. Ein wichtiges Merkmal stellt das Ausschliessen jeglicher Kontrollorgane(Kamera, Sicherheitsdienst) dar. Dies ermöglicht einen werbefreien, nicht überwachten Aufenthalt für jedermann/frau.
Der Umbau des Linzer Hauptbahnhofes steht exemplarisch für eine neue Entwicklung im Umgang mit öffentlichem Raum. Es wird zur eigentlich geforderten Nutzung eine kommerzielle Nutzung hinzugefügt. Diese gelang in Linzer durch eine Kreuzung aus ShoppingCenter und Bahnhof. In diesem kommerziellen Symbiont ist eine Person ohne wirtschaftlicher Relevanz unerwünscht. Konsequenz: Der Bahnhof ist nicht mehr für jedermann/frau zugänglich. Die dadurch verlorengegangene Qualität eines öffentlichen Gebäudes wird durch die Schleuse wiederhergestellt.
Das Objekt ist aus Kartonwänden gefertigt, wobei alle vier Seiten geschloßen sind und die Sicht nach Aussen verhindern. Die Schleuse beginnt an einem der fünf Haupteingänge, führt über den Stiegenabgang, passiert einen der Fahrscheinautomaten und endet am Beginn der Bahnsteigsaufgänge. Die Kartonschleuse verfügt über eine Innenbeleuchtung, die gesamte Länge erstreckt sich über ca. 200 Meter quer durch das Bahnhofsgebäude, bei einer Breite von 1,5 Meter.


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